Öffentlicher Reform-Check

Führerscheinreform – was ist tatsächlich beschlossen?

Aktueller Überblick zur geplanten Führerschein- und Fahrschulreform – frei zugänglich und getrennt vom geschützten Leserbereich.

ENTWURF – NOCH NICHT GELTENDES RECHT Stand: 21. Oktober 2026

Die hier dargestellten Reformpunkte sind noch nicht insgesamt geltendes Recht. Der Reform-Check trennt zwischen der heute geltenden Rechtslage und den vorgesehenen Änderungen in den aktuellen Gesetz- und Verordnungsentwürfen.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung liegt als Bundestagsdrucksache 21/7404 vom 29.07.2026 im Deutschen Bundestag.

Die konkreteren Ausbildungs- und Prüfungsregeln liegen in der Fahrschulmodernisierungs-Verordnung, Bundesratsdrucksache 365/26.

Der Deutsche Bundestag hat den Regierungsentwurf am 24.09.2026 in erster Lesung beraten und anschließend zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen. Federführend ist der Verkehrsausschuss.

Die öffentliche Anhörung des Verkehrsausschusses zu BT-Drs. 21/7404 fand am 05.10.2026 von 11:00 bis 13:00 Uhr statt und ist abgeschlossen. In der Anhörung wurde keine Gesetzesänderung beschlossen; der Gesetzentwurf bleibt in der Ausschussberatung.

Gesetz und Verordnung sind getrennte Verfahren: Zum Gesetzentwurf hat der Bundesrat am 10.07.2026 im ersten Durchgang Stellung genommen. Das ist keine abschließende Zustimmung zum Gesetz und auch keine Zustimmung zur Fahrschulmodernisierungs-Verordnung.

Stand: 21. Oktober 2026

Aktueller parlamentarischer Stand

Nach der ersten Beratung vom 24.09.2026 und der abgeschlossenen öffentlichen Anhörung vom 05.10.2026 befindet sich der Regierungsentwurf BT-Drs. 21/7404 weiterhin in der Ausschussberatung.

  • Der Deutsche Bundestag hat den Gesetzentwurf am 24.09.2026 in erster Lesung beraten.
  • Im Anschluss wurde BT-Drs. 21/7404 zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen.
  • Federführend bei den weiteren Beratungen ist der Verkehrsausschuss.
  • Die öffentliche Anhörung zur Führerscheinreform fand am 05.10.2026 von 11:00 bis 13:00 Uhr statt und ist abgeschlossen. Gegenstand war BT-Drs. 21/7404.
  • Die Anhörung war Teil der Ausschussberatung. Dabei wurde keine Gesetzesänderung beschlossen; Positionen und Forderungen der Sachverständigen sind keine beschlossenen Änderungen.
  • Bei der Prüfung am 21.10.2026 führt DIP das Gesetz weiterhin mit dem Beratungsstand „Überwiesen“. Eine Beschlussempfehlung, zweite oder dritte Lesung, ein abschließender Bundestagsbeschluss oder eine Verkündung sind in den geprüften amtlichen Verfahrensunterlagen nicht dokumentiert.
  • Für die gesonderte Fahrschulmodernisierungs-Verordnung BR-Drs. 365/26 verzeichnet DIP die Vorlage vom 10.06.2026. Eine abschließende Zustimmung des Bundesrates oder ein neuer verbindlicher Starttermin ist in den geprüften amtlichen Unterlagen nicht belegt.

Wichtig: Der Gesetzentwurf ist noch nicht beschlossen und noch kein geltendes Recht. Änderungen im weiteren parlamentarischen Verfahren sind möglich.

Wie geht es jetzt weiter?

Zeitplan nach aktuellem Verfahrens- und Entwurfsstand

Die Chronologie verbindet bestätigte parlamentarische Verfahrensschritte mit Terminen aus den aktuellen Gesetz- und Verordnungsentwürfen. Die vorgesehenen Inkrafttretensdaten sind noch nicht verbindlich und können sich im weiteren Verfahren ändern.

ERSTE BERATUNG ABGESCHLOSSEN

Erste Beratung im Deutschen Bundestag

  • Der Deutsche Bundestag hat den Regierungsentwurf BT-Drs. 21/7404 am 24.09.2026 in erster Lesung beraten.
  • Anschließend wurde der Gesetzentwurf zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen; federführend ist der Verkehrsausschuss.
  • Der Gesetzentwurf ist damit noch nicht beschlossen und noch kein geltendes Recht.
ÖFFENTLICHE ANHÖRUNG ABGESCHLOSSEN

Öffentliche Anhörung im Verkehrsausschuss abgeschlossen

  • Der federführende Verkehrsausschuss hat am 05.10.2026 von 11:00 bis 13:00 Uhr Sachverständige zum Regierungsentwurf BT-Drs. 21/7404 angehört.
  • Mehrere Sachverständige begrüßten eine Modernisierung und stärkere Kompetenzorientierung der Fahrausbildung. Auch die Flexibilisierung der Sonderfahrten fand Unterstützung.
  • Die vollständige Digitalisierung des Theorieunterrichts ohne verbindlichen Präsenzanteil und die Fahrpraxis unter Anleitung nahestehender Personen wurden unterschiedlich bewertet.
  • Prüfungsreife und nachvollziehbare Lernstandskontrollen wurden als wichtige Qualitätsanforderungen genannt. Bei der vorgesehenen Schaltkompetenzregelung wurde eine erneute kritische Prüfung gefordert.
  • Das sind Positionen und Forderungen aus der Anhörung, keine beschlossenen Änderungen. In der Anhörung wurde keine Gesetzesänderung beschlossen; die Ausschussberatung läuft weiter und der Gesetzentwurf ist noch kein geltendes Recht.
VERFAHRENSSTAND GEPRÜFT

Weitere Beratung – keine abschließende Entscheidung dokumentiert

  • DIP führt das Gesetz weiterhin als „Überwiesen“. Nach der abgeschlossenen Anhörung ist dort keine weitere formelle Entscheidung zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens dokumentiert.
  • Die Ausschussberatung bleibt der zuletzt bestätigte Stand. Ein Termin für eine zweite oder dritte Lesung oder eine abschließende Bundesratsbefassung zum Gesetz ist in den geprüften Unterlagen nicht belegt.
  • Auch eine abschließende Zustimmung zur gesonderten Verordnung BR-Drs. 365/26 ist in den geprüften amtlichen Unterlagen nicht belegt. Die folgenden Termine bleiben Entwurfsangaben, keine verbindlichen Startdaten.
NACH AKTUELLEM VERORDNUNGSENTWURF

Geplanter Start neuer Ausbildungsregeln

  • Die Fahrschulmodernisierungs-Verordnung BR-Drs. 365/26 sieht vor, dass insbesondere die neue Fahrschulausbildungs-Verordnung zu diesem Datum in Kraft treten soll.
  • Dazu gehören nach aktuellem Entwurfsstand unter anderem neue Regeln für den theoretischen Wissenserwerb und die praktische Fahrausbildung.
  • Der Termin ist vorgesehen, aber noch kein geltendes Recht.
NACH AKTUELLEM ENTWURFSSTAND

Weitere geplante Reformschritte

  • Weitere wesentliche Teile der Fahrschulmodernisierungs-Verordnung sollen grundsätzlich zu diesem Datum in Kraft treten.
  • Auch der Hauptteil des Regierungsentwurfs BT-Drs. 21/7404 ist nach aktuellem Entwurfsstand grundsätzlich für dieses Datum vorgesehen.
  • Termine und Inhalte können sich im weiteren Verfahren ändern.

Was gilt, wenn ich 2026 schon angefangen habe?

  • Nach der Übergangsregelung des aktuellen Verordnungsentwurfs dürfen theoretische und praktische Ausbildungen, die vor dem 01.01.2027 begonnen wurden, nach den bis einschließlich 31.12.2026 geltenden Vorschriften abgeschlossen werden.
  • Der Entwurf sieht also nicht vor, dass alle bereits begonnenen Ausbildungen am 01.01.2027 automatisch auf die neuen Regeln umgestellt werden.

Sonderfahrten bleiben im Entwurf Bestandteil der Ausbildung

  • Fahrten auf Überlandstrecken, auf Autobahnen beziehungsweise entsprechenden Kraftfahrtstraßen sowie bei Dunkelheit oder Dämmerung sollen weiterhin durchgeführt werden.
  • Entfallen soll die bisher starre Anzahl. Der Umfang soll sich stärker am individuellen Ausbildungsstand orientieren.
  • Die Sonderfahrten sollen nach aktuellem Entwurfsstand nicht vollständig wegfallen.

Wichtig: Noch kein geltendes Recht: Alle Termine und Übergangsregeln geben den aktuellen Entwurfsstand wieder.

Was die Anhörung gezeigt hat

  • Modernisierung wurde nicht einheitlich abgelehnt: ADAC und BGL begrüßten den Entwurf. Auch aus der Fahrlehrerschaft wurden digitale Angebote und flexiblere Abläufe unterstützt; umstritten blieben Umfang und Absicherung der Flexibilisierung.
  • Vertreter der Fahrschulbranche warnten vor Risiken für Ausbildungsqualität und Verkehrssicherheit. Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände forderte den Erhalt der Fahrschulbindung, einen verbindlichen Präsenzanteil und nachvollziehbare Lernstandskontrollen zur Feststellung der Prüfungsreife.
  • Der ACE verlangte verbindliche Qualitätsstandards, kontinuierliche Lernstandskontrollen und eine frühzeitige wissenschaftliche Evaluation. In seiner Stellungnahme unterstützt er die im Verordnungsentwurf vorgesehene Feststellung der praktischen Prüfungsreife, fordert aber zusätzlich regelmäßige Kompetenzbewertungen im Ausbildungsprozess.
  • Digitales Lernen ist dabei nicht mit ungesteuertem Selbststudium gleichzusetzen: Der ACE fordert pädagogisch begleitete interaktive Elemente und Mindeststandards für digitale Angebote. Bei Fahrpraxis unter Anleitung fordert er einen verbindlichen Kompetenzcheck vor dem Beginn.

Einordnung: Das sind Bewertungen und Forderungen der Sachverständigen, keine beschlossenen Ausbildungsregeln oder neuen Voraussetzungen für die Prüfungszulassung. Die Anhörung hat den Gesetzentwurf nicht zum geltenden Recht gemacht.

Kostenversprechen: Was bedeuten die genannten 1.000 Euro?

  • Nach dem Tagesschau-Bericht vom 09.10.2026 stellte Verkehrsminister Steffen Bilger unter Berufung auf Verbandsprognosen Einsparungen von mehreren Hundert Euro und im günstigsten Fall bis zu 1.000 Euro in Aussicht. Er verwies zugleich auf regionale Unterschiede und unterschiedlich viele benötigte Fahrstunden.
  • Die Aussage ist eine politische Prognose, keine garantierte Ersparnis und kein individueller Rechtsanspruch. Die tatsächlichen Kosten hängen weiterhin vom persönlichen Ausbildungsbedarf und den Preisen der jeweiligen Fahrschule ab.
  • Eine amtliche Beispielrechnung gibt es bereits: BR-Drs. 365/26 nennt in der Begründung auf den Druckseiten 57–58 rund 717 Euro mögliche Entlastung beim Vergleich einer beispielhaften praktischen Ausbildung mit und ohne Fahrpraxis unter Anleitung. Das ist eine Einzelfallbetrachtung mit bestimmten Annahmen, keine Zusage für jeden Führerschein.
  • Eine zusätzliche offizielle BMV-Modellrechnung, die Bilgers konkrete Obergrenze von 1.000 Euro allgemein belegt, wurde bei der Recherche zum 21.10.2026 nicht gefunden. Die vorhandene Entwurfsrechnung ist nicht mit dieser Obergrenze gleichzusetzen.

Einordnung: Auch die Einsparschätzungen setzen noch nicht beschlossene Änderungen voraus. Aus einer Prognose oder Beispielrechnung folgt weder eine bereits geltende Preissenkung noch eine sichere persönliche Ersparnis.

So werden Reformpunkte eingeordnet

Status und Klartext zeigen, was heute gilt und was lediglich in einem Entwurf vorgesehen ist.

Beschlossen / geltendes Recht

Beschlossen, noch nicht in Kraft

Entwurf / laufendes Verfahren

Verworfen / nicht umgesetzt

Geprüfte Reformpunkte

Verfahrensstand aktualisiert am 21. Oktober 2026. Die einzelnen Reformpunkte nennen ihr jeweiliges Prüfdatum in den Daten sowie die heutige Rechtslage, den Entwurfsstand und amtliche Primärquellen.

ENTWURF / VERFAHREN

Verfahrensstand

Die erste Beratung vom 24.09.2026 und die öffentliche Anhörung vom 05.10.2026 sind abgeschlossen. BT-Drs. 21/7404 bleibt in der Ausschussberatung des federführenden Verkehrsausschusses; das Gesetzgebungsverfahren ist nicht abgeschlossen.

HEUTE GILT

  • Die bisherigen Vorschriften gelten weiter.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Der Gesetzentwurf der Bundesregierung BT-Drs. 21/7404 befindet sich nach der ersten Beratung in der Ausschussberatung; federführend ist der Verkehrsausschuss.
  • Die öffentliche Anhörung des Verkehrsausschusses zu BT-Drs. 21/7404 am 05.10.2026 von 11:00 bis 13:00 Uhr ist abgeschlossen. Dabei wurde keine Gesetzesänderung beschlossen. Stellungnahmen und Forderungen der Sachverständigen ändern den Entwurfsstand nicht.
  • Die Fahrschulmodernisierungs-Verordnung liegt als BR-Drs. 365/26 vor.

Bedeutung für Fahrschüler

Es gibt noch keine verlässliche Grundlage, eine persönliche Ausbildung so zu planen, als seien die vorgesehenen Änderungen bereits beschlossen.

Bedeutung für Fahrschulen

Fahrschulen müssen weiterhin nach der geltenden Rechtslage ausbilden.

Wichtig: Der Gesetzentwurf ist noch nicht beschlossen und noch kein geltendes Recht.

Details und amtliche Quellen
ENTWURF

Theoretischer Wissenserwerb

Der Entwurf sieht mehr Wahlfreiheit beim Lernformat für den theoretischen Wissenserwerb vor.

HEUTE GILT

  • Die bestehenden Vorschriften zum theoretischen Unterricht gelten weiter.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Fahrschüler sollen eigenverantwortlich entscheiden können, mit welchem Lernformat sie das erforderliche Wissen erwerben.
  • Eine Fahrschule soll nicht verpflichtet sein, sämtliche möglichen Lernformen anzubieten.

Bedeutung für Fahrschüler

Vorgesehen ist eine Wahl zwischen unterschiedlichen Lernformaten; welche davon eine Fahrschule anbietet, bleibt ihr überlassen.

Bedeutung für Fahrschulen

Mögliche Lernformen dürfen angeboten werden, ohne dass jede Fahrschule alle Varianten vorhalten muss.

Wichtig: Die Wahlfreiheit ist Entwurfsstand und noch kein geltendes Recht.

Details und amtliche Quellen

Im Entwurf genannte Lernformen

  • Präsenzunterricht
  • digital synchron
  • digital asynchron
  • Kombination dieser Formen

Amtliche Primärquellen

ENTWURF

Theorieprüfung Klasse B

Für den Ersterwerb der Klasse B sind im Entwurf weiterhin 30 Fragen vorgesehen; geändert werden sollen Bewertung und Fragenkatalog.

HEUTE GILT

  • Die derzeitigen Prüfungs- und Bewertungsregeln gelten weiter.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Beim Ersterwerb der Klasse B soll die Prüfung weiterhin 30 Fragen enthalten.
  • Jede Frage soll mit einem Punkt bewertet werden; grundsätzlich sollen höchstens drei Fehlerpunkte zulässig sein.
  • Eine falsch beantwortete, besonders mit „*“ markierte Frage soll zum Nichtbestehen führen.
  • Nach den veröffentlichten Reformplänen soll der gesamte amtliche Fragenkatalog ungefähr um ein Drittel reduziert werden.

Bedeutung für Fahrschüler

Ein kleinerer Fragenkatalog bedeutet nach dem vorliegenden Verordnungsentwurf nicht weniger Prüfungsfragen bei Klasse B.

Wichtig: 30 Prüfungsfragen bei Klasse B bleiben im Entwurf bestehen.

Details und amtliche Quellen
ENTWURF

Besondere Ausbildungsfahrten / Sonderfahrten

Die feste Zahl der besonderen Ausbildungsfahrten soll entfallen; die besonderen Fahrbereiche bleiben Teil der Ausbildung.

HEUTE GILT

  • Für Klasse B gelten fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Fahrten bei Dämmerung oder Dunkelheit.
  • Jede dieser zwölf Fahrten dauert 45 Minuten.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Die feste Anzahl soll entfallen.
  • Überland, Autobahn oder Kraftfahrstraße sowie Dämmerung oder Dunkelheit sollen Bestandteile der praktischen Ausbildung bleiben.
  • Der Umfang soll sich nach dem individuellen Ausbildungsstand richten und so groß sein, dass der Fahrlehrer die erforderlichen Kompetenzen feststellen kann.

Bedeutung für Fahrschüler

Die zwölf vorgeschriebenen besonderen Ausbildungsfahrten gelten heute weiter. Eine spätere flexible Zahl würde weiterhin Fahrten in den besonderen Bereichen verlangen.

Bedeutung für Fahrschulen

Der Entwurf verlagert die Festlegung des Umfangs stärker auf die individuelle Kompetenzfeststellung durch den Fahrlehrer.

Wichtig: Keine feste Anzahl bedeutet nicht keine Sonderfahrten.

Details und amtliche Quellen

Amtliche Primärquellen

ENTWURF

Simulatoren

Der Entwurf soll realitätsnahe, dynamische Simulationen in der fahrpraktischen Ausbildung ermöglichen.

HEUTE GILT

  • Die bisherigen Vorschriften für die fahrpraktische Ausbildung gelten weiter.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Simulationen sollen zulässig sein, wenn Fahraufgaben realitätsnah und Verkehrssituationen dynamisch dargestellt werden.
  • Bei solchen Simulationen soll die Anwesenheit eines Fahrlehrers nicht erforderlich sein.
  • Überland-, Autobahn- oder Kraftfahrstraßen- und Dämmerungs- oder Dunkelheitsfahrten dürfen nicht ausschließlich durch Simulation ersetzt werden.

Bedeutung für Fahrschüler

Simulation soll Ausbildung ergänzen, aber die praktischen Erfahrungen in den besonderen Fahrbereichen nicht vollständig ersetzen.

Bedeutung für Fahrschulen

Der Entwurf eröffnet einen zusätzlichen Ausbildungsweg unter festgelegten technischen Voraussetzungen.

Wichtig: Keine vollständige Ersetzung der besonderen Fahrbereiche durch Simulation.

Details und amtliche Quellen

Amtliche Primärquellen

ENTWURF

B197 / Schaltkompetenz

Der Entwurf verändert den Nachweis der Schaltkompetenz, sieht aber weiterhin eine Überprüfungsfahrt im Schaltfahrzeug vor.

HEUTE GILT

  • Die bisherigen Vorschriften zum Nachweis der Schaltkompetenz gelten weiter.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Vorgesehen sind mindestens sieben Stunden zu jeweils 60 Minuten; ein Teil davon soll auf öffentlichen Straßen stattfinden.
  • Simulation soll für den überwiegenden Teil zulässig sein.
  • Eine mindestens 15-minütige Überprüfungsfahrt auf öffentlichen Straßen mit einem Schaltfahrzeug soll erforderlich bleiben.

Bedeutung für Fahrschüler

Der Nachweis soll anders ausgestaltet werden; die praktische Überprüfung im Schaltfahrzeug bleibt im Entwurf erhalten.

Bedeutung für Fahrschulen

Der Entwurf kombiniert Mindestumfang, mögliche Simulation und eine praktische Überprüfungsfahrt.

Wichtig: Der Entwurf schafft B197 nicht einfach ab.

Details und amtliche Quellen

Amtliche Primärquellen

ENTWURF

Praktische Prüfung Klasse B

Der Entwurf sieht eine kürzere Mindestdauer der praktischen Prüfung Klasse B vor.

HEUTE GILT

  • Die Gesamtprüfungsdauer beträgt mindestens 55 Minuten.
  • Davon entfallen mindestens 30 Minuten auf die reine Fahrzeit.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Vorgesehen sind mindestens 40 Minuten Gesamtprüfungsdauer.
  • Davon sollen mindestens 25 Minuten auf die reine Fahrzeit entfallen.

Bedeutung für Fahrschüler

Die vorgesehenen 25 Minuten sind nicht die gesamte Prüfung. Grundfahraufgaben sowie Vor- und Nachbereitung gehören nicht zu dieser reinen Fahrzeit.

Wichtig: 25 Minuten reine Fahrzeit sind nicht 25 Minuten Gesamtprüfung.

Details und amtliche Quellen
ENTWURF

Feststellung der Prüfungsreife

Ein dokumentierter Test unter prüfungsähnlichen Bedingungen soll der Feststellung der Prüfungsreife vorausgehen.

HEUTE GILT

  • Die bisherigen Vorschriften zur Ausbildung und Prüfungsreife gelten weiter.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Der Fahrlehrer soll die Prüfungsreife erst feststellen dürfen, wenn der Fahrschüler mindestens einen einer Prüfungssituation nachempfundenen Test im öffentlichen Straßenverkehr erfolgreich absolviert hat.
  • Der Test soll die Inhalte der praktischen Fahrerlaubnisprüfung abdecken und sich hinsichtlich der Dauer an der jeweiligen praktischen Prüfung orientieren.
  • Die Prüfungsreife soll dokumentiert werden.

Bedeutung für Fahrschüler

Vor der Feststellung der Prüfungsreife wäre ein erfolgreicher prüfungsnaher Test vorgesehen.

Bedeutung für Fahrschulen

Fahrlehrer sollen Durchführung, Erfolg und Feststellung der Prüfungsreife dokumentieren.

Wichtig: Auch diese Vorgabe ist noch Entwurfsstand.

Details und amtliche Quellen

Amtliche Primärquellen

MODELLVERSUCH / ENTWURF

Fahrpraxis unter Anleitung

Vorgesehen ist ein experimentelles Modell für zusätzliche Fahrpraxis mit einer nahestehenden Person auf öffentlichen Straßen.

HEUTE GILT

  • Das beschriebene Modell ist derzeit kein allgemeiner bundesweiter Anspruch.
  • Professionelle Fahrschulausbildung bleibt maßgeblich.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Länder müssten die Teilnahme an der Erprobung erst ermöglichen.
  • Die Fahrpraxis unter Anleitung soll die professionelle Fahrschulausbildung ergänzen, nicht ersetzen.

Bedeutung für Fahrschüler

Das Modell wäre nur unter den vorgesehenen Voraussetzungen und nur dort nutzbar, wo ein Land die Erprobung ermöglicht.

Bedeutung für Fahrschulen

Einweisung, Beobachtungsfahrt und weitere Ausbildungsschritte bleiben ausdrücklich bei der Fahrschule.

Wichtig: Kein bereits allgemein erlaubtes „Elternfahren“ und kein automatischer bundesweiter Anspruch.

Details und amtliche Quellen

Vorgesehene Voraussetzungen für Teilnehmer

  • theoretische Prüfung bestanden
  • mindestens sechs Unterrichtseinheiten praktische Fahrschulausbildung
  • gemeinsame theoretische Einweisung in der Fahrschule

Vorgesehene Voraussetzungen für Fahrpraxisanleiter

  • besonderes Näheverhältnis und gemeinsame Einweisung
  • seit mindestens sieben Jahren ununterbrochen Klasse B
  • in den vergangenen drei Jahren kein Fahrverbot und aktuell keines
  • höchstens ein Punkt im Fahreignungsregister
  • unentgeltliche Anleitung vom Beifahrersitz

Vorgesehener Ablauf

  • nach mindestens 500 und höchstens 600 Kilometern: verpflichtende 45-minütige Beobachtungsfahrt mit Fahrpraxisanleiter und Fahrlehrer
  • anschließend mindestens sechs weitere Unterrichtseinheiten in der Fahrschule einschließlich der vorgesehenen besonderen Fahrbereiche
  • nach insgesamt mindestens 1.000 Kilometern Rückkehr in die Fahrschulausbildung; erforderlichenfalls weitere Fahrstunden bis zur Prüfungsreife
  • Autobahnfahrten erst nach Beobachtungsfahrt und den dafür vorgesehenen Fahrschul-Ausbildungsbestandteilen
ENTWURF

Transparenzregister für Fahrschulen

Ein zentrales Register beim Bundesministerium für Verkehr soll Vergleichbarkeit und Markttransparenz verbessern.

HEUTE GILT

  • Das beschriebene zentrale Transparenzregister ist noch nicht geltendes Recht.

IM ENTWURF VORGESEHEN

  • Das Register soll Angaben zu Fahrschulen, Preisen und praktischen Fahrerlaubnisprüfungen enthalten können.
  • Die Prüfungsstatistik soll nach Klassen sowie Erst- und Wiederholungsprüfungen getrennt werden können.

Bedeutung für Fahrschüler

Vorgesehen ist eine bessere Vergleichbarkeit von Fahrschulen anhand zentral bereitgestellter Angaben.

Bedeutung für Fahrschulen

Fahrschul-, Preis- und Prüfungsdaten könnten künftig in einem zentralen Register veröffentlicht werden.

Wichtig: Auch das Transparenzregister ist noch nicht geltendes Recht.

Details und amtliche Quellen

Vorgesehene Registerinhalte unter anderem

  • Fahrschulbezeichnung
  • Unterrichtsentgelte und Preise
  • Statistik über durchgeführte, bestandene und nicht bestandene praktische Fahrerlaubnisprüfungen

Amtliche Primärquellen